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Toano (RE)

Pieve Santa Maria di Toano

Die Pieve di Santa Maria Assunta di Toano (auch Santa Maria in Castello genannt) ist eines der bedeutendsten und am besten erhaltenen romanischen Bauwerke des gesamten Appennino Reggiano und eng mit der Geschichte der Dynastie von Matilde di Canossa verbunden. Hier sind die wichtigsten Merkmale im Überblick: Ursprung und Burg: Das erste offizielle Dokument, das ihre Existenz belegt, stammt aus dem Jahr 980 n. Chr. (ein Diplom von Kaiser Otto II.). Sie thront auf einem Hügel, auf dem einst die heute verschwundene mittelalterliche Burg stand, in einer Panoramalage mit herrlichem Blick auf die umliegenden Täler und die Pietra di Bismantova. Außenarchitektur: Die Kirche besticht durch einen lombardisch-romanischen Stil von außergewöhnlicher Reinheit und Schlichtheit. Die Giebelfassade wurde aus lokalem goldenem Sandstein errichtet, und das Dach ist mit den typischen Steinplatten des Apennins, den sogenannten piagne, gedeckt. Innenraum und Kapitelle: Der Grundriss ist in drei Schiffe unterteilt. Das wertvollste künstlerische Element sind die skulptierten Kapitelle der Säulen: Sie zeigen eine große Vielfalt an Stilen (byzantinisch, korinthisch, geometrische Flechtwerke der Canossa-Kunst sowie mittelalterliche Bestiarien mit Monstern und Symbolfiguren). Zudem beherbergt sie eine Altarmensa aus einem einzigen Sandsteinblock aus dem Jahr 1189. Heute: Sie ist eine wichtige Etappe der Via Matildica del Volto Santo, dem antiken Pilgerweg, der Mantova mit Lucca verbindet. Archäologische Ausgrabungen bringen hier noch immer die alten Fundamente der Burg und des mittelalterlichen Friedhofs ans Licht.

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Lat: 44.376767 — Lng: 10.552857